Am vergangenen Wochenende wurde im Stuttgarter Neckarbad die Endrunde um die Deutsche Damen-Meisterschaft im UW-Rugby ausgetragen. Der Spielgemeinschaft des SSC Karlsruhe und des Tauchsportverein Malsch gelang erstmals der Titelgewinn. War der 8:0-Sieg gegen die Bayerischen Damen in der Höhe unerwartet, kann das 4:3 nach Verlängerung und Strafwurfwerfen gegen den mehrfachen Meister FS Duisburg als Überraschung gesehen werden. Platz drei erreichten die Bayerischen Damen nach einem 2:1-Erfolg im kleinen Finale gegen ST Berlin. Gastgeber TC Stuttgart, die SG Golden Glories und DUC Hamburg folgten auf den weiteren Plätzen.
Die SG KarMa überraschte die Bayerischen Damen mit spielerischen Mitteln. Nach Ballverlusten wurde bereits nahe dem gegnerischen Korb intensiv vorgecheckt, den Gegnerinnen kein Raum für die Entwicklung eigener Spielzüge gegeben. Diese Präsenz unter Wasser und der dabei aufgebaute Druck gegen den Bayerischen Korb führte schnell zur 2:0-Führung in der sechsten Minute durch Laura Büchner und Ann-Kristin Rusche und wurde bis zur Pause durch weitere Körbe von Mabel Kraft (8. und 15. Minute) und Katharina Ludwig (10. Minute) vorentscheidend auf 5:0 erhöht. Nach dem Seitenwechsel führten die Treffer von Simone Arnold (21. Minute), Michaela Ludwig (23. Minute) und erneut Kraft (26. Minute) zum in der Höhe überraschenden 8:0-Sieg.
FS Duisburg setzte sich im zweiten Halbfinale mit 6:0 ebenfalls klar gegen die ST Berlin durch.
Waren es im Halbfinale die spielerischen Elemente, die zur Überlegenheit der SG KarMa führten, war im Finale oberstes Ziel der eigene Ballbesitz um das schnelle Konterspiel der Duisburgerinnen zu vermeiden. Diese Spieltaktik der mittelbadischen Damen ging über weite Strecken des Spiels auf. In der zwölften Minute konnte Büchner eine Lücke in der westdeutschen Abwehr zur 1:0-Führung nutzen. Dies war auch gleichzeitig der Pausenstand. Auch nach dem Seitenwechsel lag das Chancenplus auf Seiten der SG KarMa, trotzdem schafften die Duisburgerinnen in der allerletzten Minute der regulären Spielzeit den Ausgleich. Die Verlängerung mit Sudden Death Regel brachte für beide Seiten Chancen, es blieb allerdings beim 1:1. Im entscheidenden Strafwurfwerfen gingen die Duisburgerinnen zunächst gegen Rusche 2:1 in Führung, die SG KarMa konnte postwendend durch Büchner zum 2:2 ausgleichen. Büchner wehrte im direkten Anschluss einen Duisburger Strafwurf souverän ab, K. Ludwig verwandelte ihren Strafwurf für die SG KarMa zum 3:2. M. Ludwig wurde danach zum 3:3 Ausgleich überwunden. Schließlich sorgte Kraft mit ihrem verwandelten Strafwurf für die 4:3 Entscheidung.
Der Sieg der SG KarMa war sicherlich etwas überraschend, geht aber aufgrund des Chancenübergewichts in Ordnung. Die vierjährige Aufbauarbeit im Rahmen des Bundesleistungszentrums unter der Leitung von Landestrainerin Laura Büchner und ihrem weiblichen Trainerteam sowie das regelmäßige gemeinsame Training hat zu einem beeindruckenden Teamgeist bei den rund 20 Spielerinnen geführt, der sich am Ende gegen die erfahreneren und individuell stärkeren Einzelspielerinnen durchgesetzt hat.
Für die SG KarMa waren im Einsatz: Simone Arnold, Laura Büchner, Alexandra Frank, Annika Hübner, Lea Klink, Mathilde Knott, Mabel Kraft, Alexandra Ludwig, Katharina Ludwig, Michaela Ludwig, Melanie Otten, Kenzie Potter, Sophia Ritzrau, Ann-Kristin Rusche, Susanne Schier, Alicia Schmitt, Julia Strittmatter und Mara Weißmann.


