Abteilung Wettkampfsport

Der Einladung der Landestrainerin das Orientierungstauchen theoretisch und praktisch kennenzulernen, sind Sportler aus Freiburg, Laufenburg und Potsdam sowie die Taucher Martina Baack, Jörg Pleschka und Jens Eyermann und der Unterwasserfotograf Willi Westermann gefolgt.

 

Bei schönstem Wetter, warmen Wasser und einer super Verpflegung – einen großen Dank an Daniel Köhn – stand dem Kennenlernen der Ausrüstung, dem Üben, Trainieren und Fotografieren der Orientierungstaucher, sowie einigen Tauchgängen nichts im Weg.

Am Sonntagabend, nachdem der größte Teil die weite Anreise geschafft hatte, die Bungalows bezogen waren und das erste Grillgut verspeist war, wurde die Technik, die man zum Orientierungstauchen braucht, erklärt und zusammengebaut.

Am nächsten Morgen gab es die erste Einweisung am Vermessungstisch:

  • die vielen Punkte auf dem See und die dazugehörigen Kreuze auf dem Tisch
  • die verschiedenen Kurse – Punkte anschwimmen, Bojen umschwimmen
  • die eingezeichneten Strecken abmessen
  • das Anlegen des Kompass, um die Gradzahlen abzulesen
  • alles deutlich lesbar aufschreiben

und dann ab ins Wasser und es selbst ausprobieren.

 

Bei den ersten Trainingsrunden (Punkte anschwimmen) sollte man nach jeder Strecke auftauchen, um zu kontrollieren, dass man auch richtig ist und die Meter stimmen. Am Nachmittag konnten schon die ersten kompletten Kurse absolviert werden.

Am nächsten Tag, ging es um das schnelle Umrunden einer Boje nach Startkommando. Man hörte nur noch „10, 5, 4, 3, 2, 1, ab“ über den See schallen. Eine große Herausforderung an alle Sportler, da damit auch gleichzeitig das Startverhalten geübt wurde. Am Nachmittag wurde dann der erste Sternkurs absolviert -  Wende umrunden, Punkt finden. Bei 10 verschiedenen Kursen und Metern gar nicht so einfach, die Übersicht zu behalten, wo man gerade ist und nicht einen falschen Kurs schwimmt.

Am dritten Tag wieder etwas Neues – der M-Kurs. Drei Bojen umrunden und nach 600m möglichst genau ins Ziel kommen. Da die Fehler sich hier bis ins  Ziel summieren, können am Ende schon mal 10m Abweichung herauskommen.  Um den Kopf frei zu bekommen, gab es zum Abschluss ein 6x100m Schnellschwimmen, denn auch das muss beim Orientierungstauchen gelernt werden. Man ist so konzentriert auf den Kompass, dass man das schnelle Schwimmen einfach vergisst.

Am Abend durften die Sportler dann auch das schnelle Schwimmen vergessen, denn es ging noch zu einem Nachttauchgang mit den erfahrenen Tauchlehrern in den See. Hier konnten dann nicht nur die dicken Karpfen, vor denen die OT-Mädchen sehr viel Respekt haben und  die am Tage in den Seerosen stehen, sondern Hechte, Krebse und Aale bewundert werden.

Am Donnerstag ging es dann für die Freiburger Mädchen zu den Mannschaftsdisziplinen. Mannschaftstreffübung – alleine losschwimmen, sich treffen, gemeinsam weiter und zum Schluss mit möglichst wenig Abweichung im Ziel ankommen. Auch wenn man unter Wasser nicht reden kann, ist es doch erstaunlich, wie viele verschieden Dinge da unter Wasser passieren.  Für Jana und Theresa kamen noch zusätzlich die MONK-Startübungen dazu. Das Einlegen der Karte und das Vermessen Unterwasser ist die hohe Kunst im Orientierungstauchen.

Der Freitagmorgen begrüßte uns mit einem Gewitter, direkt über dem See. Nachdem es sich verzogen hatte, konnten wir wieder in Ruhe im Freien mit Blick auf den See frühstücken. Und dann begann das große Aufräumen und Sachen packen. Mittags fuhren dann alle in verschiedene Richtungen.

Martina und Jörg erkundeten noch andere Seen in der Leipziger Umgebung,  Sascha und Renate fuhren weiter zur Deutschen Meistersmeisterschaft im Finswimming nach Berlin, Jana, Henrike und Theresa und Claudia machten sich auf den Weg zur Deutschen Meisterschaft im Orientierungstauchen.

Es war eine sehr schöne Woche, nicht nur vom Wetter. Es gab viele neue Eindrücke und Erfahrungen sowie ein gegenseitiger Austausch zwischen  Flossenschwimmern, Tauchern, Tauchausbildern, Fotografen, Orientierungstauchern und Jugendlichen sowie Eltern.

Claudia Köhn